Neckarcup in Oberndorf

„Vormittag pfui, Nachmittag hui …“ so könnte man das Ergebnis dieser Turnierteilnahme betiteln. Mit nur 4 Startern fuhren die Fautenbacher Karate-Kinder über den Schwarzwald, um sich in Oberndorf am Neckar beim Neckarcup dem Kampf zu stellen. Der Neckarcup ist ein verbands- und stilrichtungsoffenes Turnier, das dieses Jahr bereits zum siebten Mal ausgerichtet wurde. Leider war die Beteiligung im letzten Jahr deutlich höher. Dennoch hatten die Fautenbacher Starter in fast allen Disziplinen mit ordentlicher Konkurrenz zu kämpfen.

In der Altersklasse der Kinder (9-10 Jahre) waren Alexander Kreis und Nicolas Schneider am Start. Alexander hatte im Kata-Einzel-Wettbewerb leider nur einen (höher graduierten) Gegner, so dass er den 2.Platz erreichte. Seine Leistungen waren aber so gut, dass er sich auch bei einem grösseren Teilnehmerfeld vorne platziert hätte. Nicolas unterlief bei dessen erstem Turnierstart leider ein Patzer im ersten Durchgang und erreichte keinen Podestplatz bei 16 Teilnehmern.

Umso besser lief es beim Kumite: Alexander konnte sich nach einen schwachen Start gegen die weiteren drei Gegner erfolgreich zur Wehr setzen und holte sich Platz 3 in der Oberstufe. Novize Nicolas machte es in der Unterstufe noch besser und konnte jede seiner 4 Begegnungen für sich entscheiden, was in der Endabrechnung unangefochten den 1.Platz ergab. Starker Einstieg!

In der Altersklasse der Schüler (11-13 Jahre) waren Vanessa Volz und Sven Schmitt heiss auf ihre Kämpfe. Als ob es abgesprochen war, versemmelten beide ihre Kata-Auftritte mit Fehlern bzw. Unsicherheiten im Stand. Somit keine Platzierung in dieser Disziplin.

Am Nachmittag kam dann das Kumite: Vanessa musste ihrem Trainer auf der Hinfahrt versprechen, niemals zurück zu weichen – und sie tat es auch. Drei Begegnungen mit klaren Siegen, nur der letzte Kampf endete unentschieden. In der Unterbewertung war Vanessa besser und holte sich somit den 1.Platz.

Svens Konkurrenz war enorm: aufgrund der Teilnehmerzahl wurden alle Gewichtsklassen zusammengezogen, was dann schon mal zu ca. 40 kg Gewichtsunterschied zwischen den Kämpfern führen konnte. Sven liess sich davon aber nicht beeindrucken, konterte konsequent auch die Schwergewichte aus und sicherte sich einen Kampf nach dem anderen. Allerdings wurde es zum Schluss noch spannend, als es gegen seinen letzten Gegner unentschieden ausging. Aber auch er siegte in der Unterbewertung – Platz 1!

Somit waren alle nach einem enttäuschenden Kata-Vormittag froh, beim Kumite die Eisen aus dem Feuer geholt zu haben. Die Trainer und Kämpfer sind stolz, und das zu Recht!

Danke an die Familie Schneider für die Fahrtunterstützung.