Es war einmal ein kleiner Karateka aus dem Allgäu, der verirrte sich nach Fautenbach. Weil er immer schön trainieren wollte, ging er in die grosse Stadt Achern und suchte sich ein Karate-Dojo. Da fand er dann auch eines, das hiess Budoclub Achern. Da war's schön, er schwitzte arg und haute sich ordentlich. Und so trainierte er dort feste und wurde gross und stark.

Eines Tages besuchte ihn ein anderer kleiner Karateka aus dem Allgäu und sagte zu ihm: "Du hast's aber schön hier!". "Stimmt!" antwortete der Fautenbacher Karateka, der in Achern trainierte. "Komm halt auch her." Und so suchte sich der zweite Allgäuer Karateka eine Arbeit in Renchen und ging fleissig nach Achern ins Karate-Training.

Eines Tages besuchte wieder ein anderer Karateka aus dem Allgäu der beiden Allgäuer Karateka im schönen Badener Land und sagte: "Schön habt's es ihr aber hier!". "Stimmt!" antworteten die beiden Allgäuer Karateka, die in Achern trainierten. "Komm halt auch her". Und so suchte sich der dritte Allgäuer Karateka eine Arbeit in Bühl und ging fleissig nach Achern ins Karate-Training.

Und die Allgäuer Karateka trainierten feste und wurden immer stärker und grösser. Eines Tages sagte der erste Karateka, der nach Baden kam, zu den anderen beiden: "Hört zu, Buben, jetzt sind wir gross und stark. Wieso machen wir nicht ein eigenes Dojo auf?". Und weil ganz viele andere Karateka das für eine Spitzenidee hielten, gingen die drei Allgäuer zum SV Fautenbach und fragten den Vorstand, ob er nicht Lust hätte, eine Karate-Abteilung zu eröffnen. "Macht das nur, Buben," sagte der Vorsitzende Edgar Gleiß und freute sich ganz arg.

Der Chef des Budoclubs Achern fand's zwar blöd, die Allgäuer Karateka fanden's aber schön.

So war das, wie Fautenbach zu seinem Karate-Dojo kam.

Der erste Fautenbacher Karateka hieß Christoph, der zweite Udo und der dritte Cenap.