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Bericht vom Integrativen Karate-Lehrgang
für und mit Menschen mit Behinderung Im Deutschen Karateverband e.V. (DKV) tut sich in der letzten Zeit einiges, was die Integration von Sportlern mit Behinderungen angeht. Obwohl in den DKV-Vereinen schon seit langer Zeit Karateka mit den verschiedensten Behinderungen aktiv waren, hat sich der DKV unter der Leitung des Schulsportreferenten Ralf Brünig seit ca. 2 Jahren dieses Themas offiziell angenommen. Derzeit sind Beratungen im Gange, ob und wie Karateka mit Behinderungen am Trainings- und Wettkampfbetrieb teilnehmen können. Auch eine spezielle Prüfungsordnung ist in der Diskussion. Im Karatedojo Fautenbach trainiert mit Jan Gollon ebenfalls ein Sportler mit Behinderungen. Der 37jährige leidet am Downsyndrom und betreibt Karate schon seit ca. 5 Jahren. Ende März fand im bayerischen Inzell ein integrativer Karatelehrgang für und mit Menschen mit Behinderungen statt, an dem Jan mit seinem Vater Jochen Gollon teilnahm. Hier sein Tagebuch als Bericht zu diesem Lehrgangsbesuch: Freitag, 31. März
18.00 h gemeinsames Abendessen in der Kantine; die Tische
mussten wir selbst decken, abräumen und säubern. Die ersten
Kontakte wurden geknüpft. Charlotte und Thorsten sind mit 10 Kindern
der Körperbehinderten Schule aus Weingarten angereist.
Samstag, 1. April Wir kommen ins Gespräch mit Christine und Stefan, die in Eggmühl eine Trainingsgruppe für Menschen mit Behinderung gründen wollen und sich hier in Inzell Anregungen für die Trainigsarbeit holen wollen. Übrigens sind einige Dojo-Leiter und Trainer hier, um sich zu informieren. Wir treffen ( hier wieder ) Erika vom Karate-Team-Reutlingen. 9.30 h - das Training beginnt - es wird geleitet von Konrad
und Ilse, die von 3 weiteren Schwarzgurt-Karatekas unterstützt
wurden. Trainingsteilnehmer: Fritz ist eingetroffen und leitet das Training: Lockerungsübungen
mit der Zeitung - erklärt wie wichtig es ist beweglich zu sein
- die Weide bewegt sich im Wind - Unkraut jäten - ein Vogel fliegt
übers Nest - weist auf das bewusste Ein- und Ausatmen hin
Sonntag, 2. April (diesen Bericht hat mein Vater für mich geschrieben ) Euer Jan Gollon / 03.04.06
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